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Ratgeber06. August 2026·5 Min. Lesezeit

Mieterselbstauskunft: Welche Unterlagen Vermieter verlangen dürfen

Selbstauskunft, Einkommens- und Bonitätsnachweis: Was Vermieter wann verlangen dürfen, nach der Orientierungshilfe der Datenschutzkonferenz (Januar 2026).

Aktualisiert im Oktober 2026 nach der neuen Orientierungshilfe der Datenschutzkonferenz.

Bei der Wohnungsvergabe wollen Vermieter und Verwalter wissen, ob ein Interessent zuverlässig zahlen kann. Gleichzeitig gilt: Es dürfen nur Angaben und Unterlagen verlangt werden, die für das Mietverhältnis erforderlich sind, und das auch nur zum richtigen Zeitpunkt.

Was wann erlaubt ist

  • Zur Besichtigung: nur Name und eine Kontaktmöglichkeit.
  • Wenn der Interessent mieten möchte: die Selbstauskunft, etwa Personenzahl, Arbeitgeber, Beruf, Nettoeinkommen als Angabe, Haustiere, laufende Insolvenz und Räumungstitel der letzten fünf Jahre.
  • Erst wenn Sie sich für ihn entschieden haben, unmittelbar vor dem Mietvertrag: Einkommensnachweis und Bonitätsnachweis.

Was nicht dazugehört

Eine Ausweiskopie und eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung sieht der Musterfragebogen der Datenschutzkonferenz nicht vor. Statt der Bescheinigung fragt er, ob es im bisherigen Mietverhältnis Zahlungsrückstände gab. Auf Nachweisen darf der Interessent nicht erforderliche Angaben schwärzen.

Das häufigste Problem: unvollständige Bewerbungen

Wer viele Interessenten hat, kennt das Problem: Bewerbungen kommen selten vollständig. Ein fehlender Nachweis kostet Tage, und bei mehreren Interessenten verliert man schnell den Überblick, wer schon was geliefert hat.

Bewerbungen vollständig und fair einsammeln

Ein strukturierter Upload-Link löst beide Probleme. Jeder Interessent bekommt für die Selbstauskunft dieselbe klare Liste, antwortet ohne Konto, und Sie sehen auf einen Blick, wer vollständig ist. Die Nachweise fordern Sie danach nur beim Wunschmieter an. Sensible Daten liegen verschlüsselt und lassen sich nach der Entscheidung sauber löschen.

In fordera gibt es für beide Schritte eine fertige Vorlage: die Selbstauskunft für alle Interessenten und die Unterlagen vor Vertragsschluss für den Wunschmieter. Automatische Erinnerungen mahnen nur das Fehlende an, und nach der Vergabe sorgt das Löschkonzept dafür, dass nichts länger gespeichert bleibt als nötig.

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